Server virtualisieren: Vorteile für kleine und mittelständische Unternehmen

Geht es im Zuge der Digitalisierung um die Modernisierung der IT-Infrastruktur, gewinnt trotz der Cloud das Thema Virtualisierung sowohl im eigenen Serverraum als auch im Datacenter durch neue Technologien an Bedeutung. IT-Ressourcen lassen sich mittels Virtualisierung je nach Bedarf innerhalb kurzer Zeit und weitgehend automatisch sowie herstellerunabhängig bereitstellen. Durch eine zielgerichtete IT-Virtualisierung können kleine wie große Unternehmen so ihre Server-Infrastruktur k nsolidieren, Administrationskosten einsparen und Energieausgaben reduzieren.

Im Rahmen der Virtualisierung implementieren IT-Spezialisten für jeden physikalischen Server virtuelle Maschinen, die auf einem einzigen, physikalischen Server gebündelt werden. Die Hardware wird optimal ausgelastet, gleichzeitig sparen Unternehmen Raum, Energiekosten und Wartungsaufwand ein.

Andreas Schober, aconitas GmbH im RZ

Server virtualisieren im Rechenzentrum

Kostensparend und effizient – Was sind die Vorteile von Server-Virtualisierung?

Serverkapazitäten in unterschiedlichen, virtuellen Maschinen auf einer Hardware zu bündeln, lohnt sich bereits für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Virtualisierung bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Vorteile.

  • Die Hardware wird besser ausgelastet: Moderne Hardware erreicht im Schnitt eine Auslastung von nur fünf Prozent. Das bedeutet, bei einem Betrieb mehrerer, einzelner Server werden wertvolle, technische Ressourcen verschenkt. Es fallen Strom- und Wartungskosten für ungenutztes Kapital an. Durch die Server Virtualisierung werden physikalische Server optimal ausgenutzt, in dem mehrere, virtuelle Server auf einem Gerät gebündelt werden.
  • Ressourcen werden geschont: Durch die Server Virtualisierung werden Unternehmensressourcen besser genutzt und sparsam verwendet. Werden mehrere, physikalische Server durch die virtuellen Maschinen auf einem Rechner zusammengeführt, sparen Unternehmen spürbar Platz. Große Rechenzentren werden auf engstem Raum realisierbar. Zusätzlich benötigen Unternehmen deutlich weniger Hardware für dieselben Serverkapazitäten. Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten werden minimiert. Nicht zuletzt können die Energiekosten deutlich gesenkt werden. In großen Rechenzentren fallen hohe Kosten für die Stromversorgung an. Außerdem produzieren viele Servergeräte ein hohes Maß an Abwärme, das Rechenzentrum muss also entsprechend gekühlt werden. Diese Faktoren werden auf ein Minimum reduziert, wenn die genutzten Server durch Virtualisierung konsolidiert werden.
  • Die Serverleistungen können skaliert werden:Unternehmen können ihre Serverleistungen dynamisch aufstocken oder herunterfahren, wenn sie sich der Server Virtualisierung bedienen. Unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware lassen sich Serverleistungen bei geringem Bedarf herunterfahren. Ist die Auslastung besonders hoch, werden die Kapazitäten des virtuellen Servers aufgestockt, ohne dass zusätzliche oder neue Hardware nötig ist.
  • Es entstehen geringere Ausfallzeiten: Werden die genutzten Server auf virtuellen Maschinen betrieben, entstehen geringere Ausfallzeiten, wenn die Hardware repariert oder ersetzt werden muss. Die virtualisierten Server können ohne Probleme auf andere Hardware umgezogen werden. Selbst wenn eine Ersatzteillieferung für den physikalischen Server länger dauert, können die Serverleistungen durch die Virtualisierung ohne lange Unterbrechung weitergenutzt werden.
  • Hardware und Software jeden Alters bleiben agil nutzbar: Vielen Unternehmen entstehen hohe Kosten, weil Hardware oder genutzte Betriebssysteme Entweder ist die vorhandene Hardware nicht kompatibel mit neuen Anwendungen oder ältere, bewährte Applikationen lassen sich auf neu angeschaffter Hardware nicht ausführen. Durch die Servervirtualisierung erhalten Unternehmen die Möglichkeit, bewährte Lösungen auch mit moderner Hardware oder Software weiter zu nutzen. So lassen sich Anschaffungs- und Austauschkosten effizient senken.
  • Übrige Hardwarekapazitäten können flexibel genutzt werden! Durch Server Virtualisierung können Hardwarekapazitäten sinnvoll genutzt werden. So können Unternehmen übrige Kapazitäten etwa als virtuelle Serverlösungen an Kooperationspartner vermieten und zusätzliche Einnahmen generieren. Denkbar ist aber auch die Einrichtung einer eigenen, geschützten Testumgebung für neue Software.
  • Das IT-Managment wird flexibler: Server Virtualisierung erlaubt eine dynamischere Support-Lösung. Der  Administrator kann im Zweifelsfall sogar aus dem Home-Office auf die virtuellen Maschinen zugreifen, sollten sich Probleme außerhalb der Bürozeiten ergeben.

IT-Prozesse werden agiler und effizienter – Wir realisieren für Sie die Server Virtualisierung bei der kiwiko eG

Servervirtualisierung, virtuelle Systeme

Server-Virtualisierung: Fragen und Anworten

Bei der Server Virtualisierung wird die Hardware, die ein Betriebssystem für verschiedene Funktionen benötigt, durch eine Software simuliert. Dabei wird das Betriebssystem von der tatsächlichen, physikalischen Hardware abgeschirmt, zwischen der Hardware und dem Betriebssystem wird eine dritte, logische Ebene eingezogen. Diese ist der sogenannte Hypervisor. Diese Software emuliert für das Betriebssystem die notwendige Hardware, die virtuelle Maschine. Das bedeutet in der Praxis, dass der Hypervisor für jede virtuelle Maschine unterschiedliche Hardwareangaben zugrunde legen kann, abhängig von der benötigten Leistung. All diese virtuellen Maschinen befinden sich allerdings auf einem einzigen, physikalischen Gerät.

Für die Implementierung der Server Virtualisierung können Unternehmen drei verschiedene Lösungen in Anspruch nehmen:

  1. Die Virtuellen Maschinen

Eine Möglichkeit der ist die Nutzung von virtuellen Maschinen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass es einen Gast oder mehrere Gäste und einen Host gibt. Der Host ist der physikalische Server, die Gäste sind die virtuellen Maschinen, welche als Server genutzt werden. Jede virtuelle Maschine bekommt eine eigene Hardwaregrundlage emuliert, die virtuellen Maschinen sind dabei völlig voneinander isoliert und unabhängig. Jede virtuelle Maschine kann über ein eigenes Betriebssystem verfügen. Das bedeutet, theoretisch wäre es möglich, auf der physikalischen Hardware je einen Microsoft Server, eine Linux Anwendung und ein Apple Betriebssystem zu betreiben. Die Hardwarenutzung auf dem physikalischen Gerät wird durch den Hypervisor oder Virtual Machine Monitor koordiniert. Dieser benötigt allerdings eigene Rechenleistungen auf der Hardware, hierbei fallen also gewisse Konsolidierungskosten an. Beispiele für solch eine Virtualisierungssoftware wären VMWare ESXi, Citrix XenServer oder Microsoft Hyper-V Server.

  1. Die paravirtuellen Maschinen

Auch die paravirtuellen Maschinen arbeiten mit einer Gast/Host Dynamik. Anders als bei den virtuellen Maschinen weiß das paravirtuelle Maschinensystem aber von der Existenz der simulierten Hardwareebene. Die virtuellen Maschinen kommunizieren direkt mit dem Virtual Machine Monitor und stellen ihre Anfragen angepasst an die aktuelle Auslastung der Hardware durch die übrigen Gäste. So reagieren die Maschinen also dynamisch aufeinander und auf die Hardware. Der Hypervisor muss so nur eine Hardwareebene für alle virtuellen Maschinen simulieren und ist entsprechend weniger ausgelastet.

  1. Virtualisierung auf der Ebene des Betriebssystems

Während bei den ersten beiden Lösungen jede virtuelle Maschine über ein eigenes Betriebssystem verfügt, ist bei der dritten Variante der Server Virtualisierung nur ein Betriebssystem vorhanden: das des physikalischen Servers. Dieses agiert wie der Hypervisor und koordiniert an dessen Stelle die Zugriffe auf die Hardware durch die virtuellen Maschinen. Diese benötigen also das gleiche Betriebssystem wie die Hardware. Gleichzeitig bleiben die virtuellen Maschinen unabhängig voneinander. Vorteil dieser Lösung ist die geringe Auslastung der CPU und der niedrige Bedarf an Speicherkapazitäten.

Die Umsetzung einer Server Virtualisierung lohnt sich für kleine und mittelständische und vor allem für große Unternehmen überall da, wo die Hardware nicht ganz ausgelastet ist. Werden mehrere, unterschiedliche Teamserver genutzt, deren physikalische Server immer nur gering vollständig ausgelastet sind, dann ist eine Konsolidierung dieser Server effizienter und kostensparend.

Rein technisch betrachtet ist diese Konsolidierung erst dann ratsam, wenn mindestens fünf virtuelle Maschinen betrieben werden können. Unterhalb dieser Menge kann die Konsolidierung zu hohen Ausfallraten führen.

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